Der Körper kündigt das Scheitern einer Beziehung an

 

Die technische Universität Braunschweig hat über 11 Jahre lang 68 Paare begleitet und herausgefunden wie der Körper auf ein drohendes Beziehungsende reagiert.

Generell lässt sich festhalten: Je emotionaler und unsachlicher Konflikte in einer Partnerschaft ausgetragen werden, umso wahrscheinlicher steht das Ende der Beziehung bevor.

Geduld üben

Eine Beziehung bedeutet Arbeit. Sie ist kein Selbstläufer und bedarf viel Geduld und auch Kompromissbereitschaft. Nur dann kann sich eine Beziehung weiterentwickeln und festigen.

Die Bereitschaft dieser Notwendigkeiten nachzukommen, sinkt drastisch nachdem die ersten Schmetterlinge im Bauch verflogen sind. Die Partner sind häufig immer weniger bereit die eigenen Interessen zugunsten der Beziehung hinten an zu stellen. Und spätesten dann tauchen die ersten Probleme auf: Mit egoistischem Handeln werden Streitigkeiten ausgelöst und wer sich nur den Wünschen des Partner unterordnet verliert sich selber. Dieser Zwickmühle zu entkommen schaffen viele nicht und die Beziehung zerbricht in Folge dessen.

Cortisol

Das Ende einer Beziehung schmerzt im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur der seelische Zustand leidet, sondern auch der körperliche. Die Trauer über das Ende der Beziehung aktivieren die Schmerzrezeptoren im Gehirn.  Endet die Beziehung in einem Streit, dann schüttet der Körper Cortisol in großen Mengen aus. Diese „Überproduktion“ kann u.a. zu Kopfschmerzen, Gewichtszunahme oder Haarausfall führen.

Aber wie warnt der Körper vor dem Ende der Beziehung?

Die Wissenschaftler der technischen Universität Braunschweig starteten in den 1990er ihre Studie. Die Auswertung der Ergebnisse der 68 teilnehmenden Paare, ergab, dass der Körper verschiedene Parameter nutzt. Unter anderem zählen zu diesen Parametern die Sprachgrundfrequenz, der Puls, der Bluthochdruck als auch der Cortisolspiegel. Neben der Erfassung dieser Parameter mussten die Paare zusätzlich verschiedenen Fragebögen zu ihrem Konflikt- und Kommunikationsverhalten ausfüllen. Nach elf Jahren lag die Trennungs- bzw. Scheidungsquote der teilnehmenden Paare bei 32,5%.

Studie

Professor Kurt Hahlweg von der klinischen Psychologie in Braunschweig erklärt, dass es prinzipiell zwei ausschlaggebende Faktoren für die Vorhersage von Trennungen gäbe. Bei Männern steigt der Cortisolspiegel maßgeblich an und bei Frauen ändere sich die Sprachgrundfrequenz. Beide Parameter seien wichtige Indizien für emotionale Erregung.

Während der erhöhte Cortisolspiegel darauf hinweist, dass ein Streit schnell zu einer Eskalation führen kann, zeigt die erhöhte Stimmfrequenz, dass ein Streit emotional ausgetragen wird statt sachlich.

Dabei ist es, auch in einer Liebesbeziehung, enorm wichtig Konflikte stets sachlich auszutragen und Persönliches außen vor zu lassen.

 

 

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